Bucket-List 2022

Ich habe die letzten Tage viel gegrübelt und entschieden, wieder etwas mehr für mich zu tun. Daher habe ich mir eine Bucket-Liste für das Jahr überlegt!

2022

  1. ohne Zeitdruck in einem Büchergeschäft stöbern ✅ – 27.1.22
  2. mit einer Freundin abends essen gehen
  3. ein Bild malen
  4. im Schnee mit Kopfhörern spazieren gehen
  5. an der Feuerschale eine Zigarette rauchen
  6. auf dem Rathausplatz sitzen und Milchshake trinken
  7. SUP auf einem See
  8. eine Geschichtsdoku auf YouTube anschauen ✅ – 1.3.22
  9. Kleidung shoppen
  10. mal wieder High Heels tragen
  11. allein oder mit dem Partner oder einer Freundin ins Kino gehen
  12. einen Tag im Bett verbringen und nur fürs Klo aufstehen
  13. mit meinem Vater eine Wanderung machen

Ich hab meine Ziele klein gesteckt und bin trotzdem unsicher, ob ich es hinkriege. Ich hoffe es aber doch sehr! ❤️

Völlig aus der Spur.

Länger habe ich den Blog hier nicht mehr befüllt.

Irgendwie komme ich nicht in meine Spur. Und irgendwie fehlt mir auch zu allem die Kraft und die Energie.

Ich schaff es nicht, auf mich und meine Gesundheit zu achten. Ich hab insgesamt nach gelungener Abnahme wieder 6kg drauf. Ich bin mittlerweile übergewichtig mit einem BMI von 26,1. Zwar nicht viel, aber übergewichtig.

Ich schaffe es zeitlich einfach nicht, mittags zu kochen, abends muss es schnell gehen, denn mit zwei Kleinkindern zu essen ist verdammt viel STRESS!!! — wenn ich erst esse, wenn die beiden im Bett sind, ist es locker 21.00 Uhr. Mir einfach zu spät.

Ich schaffe es nicht, regelmäßig Sport zu machen. Damit meine ich wirklich regelmäßig. Manchmal mache ich 3 Wochen überhaupt nichts, manchmal 3 Wochen beständig etwas. Und dann kommt wieder sowas wie: Das Kind ist krank. Ich selbst bin krank. Nachmittags eine Konferenz. usw.

Ich weiß, das klingt alles so nach Ausreden. Bestimmt sind sie das auch. Aber mein Körper ist so müde, so erschöpft. Und gleichzeitig merke ich, wie wichtig der Sport wäre. Dass ich all die Ecken, wo es zieht und zwickt und zerrt, wieder auf die richtige Spur bringe.

Meine Motivation ist sonst wo geblieben und meine Prioritäten sind auch woanders als bei Kalorienzählen, Wassermenge kontrollieren, bewusst Einkaufen, usw.

Ich weiß: loving what is und so. Ich bin ne Weile echt gut damit gefahren, dass ich das auch einfach so annehme und mir gedacht habe:

Jetzt ist einfach nicht die Zeit dafür. Es ist okay so und irgendwann kommt diese Zeit wieder.

Und trotzdem habe ich das Gefühl, es ist eine Ausrede und gleichzeitig auch wie eine Vorahnung, dass es eben immer so sein wird. Dass ich in diesem Hamsterrad „Arbeit-Muttersein“ für immer stecken bleibe und überhaupt nicht mehr zu mir selbst finde.

Wir sind gerade zu 2. in Finnland bei unserer Tante. Vielleicht finde ich hier mal ein bisschen Ruhe, um genau reinzuhören, was eigentlich mit mir los ist und was ich wirklich brauche!

Auszeit am Tegernsee

Meine kleine Auszeit ist nun schon eine Weile her und gerne möchte ich davon berichten:

Es waren zwei Nächte, die ich im Adolphine Garden in Rottach-Egern am Tegernsee, verbracht habe.

Der Charme des Hotels ist einfach einzigartig und einmalig. Ich habe mich total wohl gefühlt und aufgehoben!

Sieht das nicht einladend aus?

Ich habe allerdings sehr, sehr schlecht geschlafen, bin oft aufgewacht und war ruhelos.

Ich muss zugeben, dass ich mir total schwer tue mit Entspannung und so. Hab das Gefühl, ich habs verlernt, weil ich im Alltag immer so unter Strom stehe.

Dennoch habe ich mir bewusst Zeit zum Durchatmen genommen und habe bei bestem Sonnenschein eine kleine Seewanderung gemacht.

Ich nehme mir fest vor, dass ich wieder mehr in die Entspannung komme, auch wenn ich damit wirklich Probleme habe.

Aber ich merke meine Erschöpfung und Ausgelaugtheit extrem. Ich versuche, etwas mehr Selbstfürsorge zu lernen.

Gut gegen Nordwind – der Film

Vor ein paar Jahren habe ich hier das Buch Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer rezensiert.

Heute habe ich tatsächlich das Glück, die Muße, die Zeit, den entsprechenden Film mit Nora Tschirner und Alexander Fehling anzuschauen.

Ich kann mich nicht mehr so genau ans Buch erinnern, bin aber trotzdem gespannt, wie mir der Film so am Ende gefallen wird. ☺️

Auszeit.

Der Ticker zeigt an, wie lange es noch dauert, bis ich mir eine kleine Auszeit vom Alltag gönne!

Am Donnerstag, den 10. Februar 2022, werde ich nach der Schule gemütlich losfahren – Ziel: Rottach-Egern am Tegernsee.

Gebucht habe ich ein Zimmer im Adolphine Garden. Nein, ich habe ein

Deluxe Einzelzimmer

gebucht. Komisch, dass man (ich) plötzlich sehr spendabel wird, wenn solche Events selten und wirklich etwas besonderes sind.

Ich hoffe auf Sonne und Schnee, sodass ich winterlich wandern kann und danach müde in ein schickes Bett falle und dann 10-12 Stunden schlafe, schlafe, schlafe. #mütterwissenwasichmeine

Deswegen zähle ich auch die Tage, weil ich mich darauf wirklich sehr freue. ❤️

#1 Bucketliste

Den erstene Punkt meiner Bucketliste kann ich schon streichen.

Ohne Zeitdruck in einem Büchergeschäft stöbern.

Tatsächlich war es schon schwierig für mich, den Fokus bei mir zu lassen und nicht wieder Kinderbücher anzuschauen.

Nunja, meine Auswahl ist doch recht breit abdeckend 😅

Vom Ratgeber über einen Liebesroman hin zum Krimi bzw. eher Thriller. Stefan Anhem schreibt nicht ganz unblutig 😃

Mal sehen, wann ich dazu komme, ich hänge immer noch bei Someone new und komme parallel zum Finnischlernen und die Lektüre für meine 5. Klasse zu lesen, kaum dazu 😟

Nunja, hier also die neuesten Errungenschaften! ❤️📚

Ja, es glitzert wirklich! 😉


Stille.

1 Woche habe ich nun nichts mehr geschrieben.

Ich bin müde und ausgelaugt. Fühl mich ständig als Dienstleister für Schüler:innen, meinen Partner und meine Kinder.

Ständig der Giver, nie der Taker.

Ich achte viel zu wenig auf mich und meine körperlichen Signale.

Die Quittung habe ich jetzt bekommen. Wieder mal ein Schub meiner komischen Autoimmunerkrankung, für die es keine offizielle Diagnose gibt.

Ich liege jetzt im Bett meines Sohnes, höre Musik:

And you can hide all you want
But it doesn’t change a single little thing…

Ich habe Kopfhörer auf, das nimmt mich ein bisschen raus aus der Realität, keine Nebengeräusche, nur die sanften Bässe und die Gitarre. Das tut gut.

Warum mach ich das nicht öfter? Wieso vergess ich mich einfach immer wieder und wieso erwarte ich immer wieder von meinem Partner, dass er doch merken müsse, wie es mir geht und dass ich Halt und Stütze brauche?

Wieso meine ich immer, dass ich die Starke sein muss, um dann doch wieder einzuknicken und dann rumätzen, warum mir niemand hilft?

Das ist echt anstrengend und so eine Achterbahnfahrt. Vielleicht wäre es einfacher, ich würde ehrlich kommunizieren, wenn ich merke, dass es mir schlecht geht oder einfach zu viel wird.

Ich probiere es einfach mal.

Zufälle gibt‘s!

Ein Hoch auf die Freundschaft!

Habe ich mich heute in meinem letzten Artikel noch ein bisschen echauffiert über Unfreiheit und Selbstbestimmung, usw. – so machte mir das Universum eine wirklich besondere Freude!


Auf Grund meiner besonderen Haltung und Denkweise über Mutterschaft, finde ich nicht so leicht „Mama Freundinnen“.

Aber – es gibt sie. Und so eine habe ich 2017 im Schwangeren-Yoga kennen gelernt. Unsere Burschen sind nahezu gleich alt und kennen sich entsprechend seit Geburt. Ich habe 2020 nochmal nachgelegt, sie 2021.

Leider ist sie dann 2020 weit aufs Land gezogen und wir führen wohl dann doch eher ein „Fern-whatsapp-Beziehung“.


Ja, da sitze ich dann so in dem Café, sinniere dahin und dann kommt per Zufall raus, sie ist auch gerade in der Stadt. Na, das haben wir sofort genutzt und uns getroffen.

Das Foto spiegelt ziemlich gut unsere Freundschaft wieder:

Verbunden durch die Kinder, Cola addicted und auch auf dem gleichen Level. 😃

Ich habe mich so sehr über diese wirklich zufällige Begegnung gefreut und bin vor Glück nach Hause getaumelt.

Danke, liebe V., dass es dich gibt und du genauso tickst wie ich ❤️

Me, myself and I…

oder: Was das Muttersein so schwer macht.

Nichts auf diesem Bild könnte verraten, dass ich seit 2 Jahren Schlafmangel mit mir rumschleppe, meistens mit Kinderwagen und riesen Tasche unterwegs bin (Brotzeit, Trinken, Windeln, Feuchttücher, Spielzeug, Schnuller, Ersatzkleidung,…).

Nichts davon verrät meine tiefe Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Abgegeben an der Kreißsaaltüre.


(Nicht falsch verstehen, ich lieb meine Jungs, aber Muttersein ist auch richtig anstrengend und mich nervt es, dass Frauen dies überhaupt nicht sagen dürfen, ohne entweder selbst ein schlechtes Gewissen zu verspüren oder von anderen eins gemacht zu bekommen.

Beklag dich nicht, das hast du so gewollt/ vorher gewusst.

Aaaajaaaaa, bitte beklag dich auch nie über deinen Job, deinen Chef, dein Gehalt und deine Arbeitszeiten – sei doch bitte froh, dass du einen Job hast. Und außerdem hast du dir den ja auch selbst ausgesucht. Also so bitte still, ne?

Boah, was nervt das! Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, dann hält man einfach den Mund!)


Nunja, nun sitze ich hier also im sonnendurchfluteten Café, trinke meinen Chai Latte und schau auf unseren schönen Rathausplatz. Im Radio läuft ruhige Popmusik. Ich mach die Augen zu und versuche die Wärme der Sonne zu spüren.

Und dann ereilt mich dieser Schmerz. Es tut so weh, dass ich weinen möchte. Ich will beweinen, dass ich so eingesperrt bin, so unfrei, dass mein Körper völlig schlapp macht, überall zwickt und zwackt es. Dass ich so lange nicht mehr tanzen war, nicht mehr stundenlang mit Freunden zusammen saß oder mal spontan weg gefahren bin. Dass ich seit 4 Jahren fast kein Buch mehr gelesen habe oder mal stundenlang meine Musik gehört habe.

Ja, ich trauere. Ich trauere meinem alten Leben hinterher.

Daran haben meine Kinder keine Schuld. Sie haben sich mich als Mama ausgesucht und das grenzt für mich auch an ein Wunder.

Es ist die Zerrissenheit, die den Schmerz so groß macht. Dieses Wundern, dieses Staunen über so viel bedingungslose Liebe, was mein Körper geschafft hat und gleichzeitig die große Sehnsucht, die Trauer, das Vermissen.

Ich weiß nicht, ob ich da jemals in die Balance komme. Ich hoffe es, ich wünsche es mir. Damit ich nicht immer so zerrissen durch die Welt gehen muss, sondern an einem Tag wie heute die Sonne aufsauge und mich freue. Ohne Schatten auf dem Herz.